VirtIO NIC unter Windows steht auf „No Internet Access“

Seit längerem setzte ich im Bereich der Vitrtualisierung gerne auf Proxmox, eine KVM basierte Lösung. Für Windows basierte Betriebssysteme setze ich hierbei normalerweise auf die Intel E1000 Netzwerkkarte da diese von Haus aus funktioniert. Wer mehr Performance will (zum Beispiel infolge eines 10GB Backbones) der greift besser zur weitaus performanteren VirtIO Netzwerkkarte.

Nach der Installation des Treibers wird die Netzwerkkarte auch problemlos erkannt und scheint auf den ersten Blick einwandfrei zu funktionieren.

Ein ganz unschöner Fehler hat sich jedoch scheinbar in den neueren VirtIO Treiber (jedenfalls in Kombination mit Windows Server 2012 R2) eingeschlichen. Das Netzwerk scheint grundsätzlich da zu sein, alle normalen Netzwerktests (PING, Tracert…) funktionieren und trotzdem ist kein Internet oder anderweitiger Netzwerkverkehr möglich.

Der Fehler scheint mit der TCP Offload Funktion zusammenzuhängen. Nachdem diese entsprechend deaktiviert wurden, funktioniert der Netzwerkzugriff wieder einwandfrei.

2015-08-16 18_14_06


Fehlender „Windows Photo Viewer“ in Windows 10

Wer sein System neu mit Windows 10 installiert stellt schnell einmal fest, dass die klassische Windows Foto Viewer Anwendung nicht mehr zur Verfügung steht.  Als Nachfolger steht jedoch bereits die Metro-App „Photos“ in den Startlöchern. Nach mehreren Versuchen damit werde ich trotzdem nicht wirklich warm mit der neuen Anwendung. Zu langsam, zu „unpassend“ kommt mir diese vor.

Wer Google bemüht findet relativ schnell heraus, dass mittels eines Registry-Hacks die alte Windows Foto Viewer Anwendung reaktiviert werden kann. Die Lösung mag zwar kurzfristig von Nutzen sein jedoch ist nicht sicher, ob diese nach einem allfälligen nächsten „Feature-Upgrade“ noch zur Verfügung steht weshalb ich mich auf die Suche nach Alternativen gemacht habe.

Auch da gibt es viele bekannte Namen wie XnView oder IrfanView. Faststone FSViewer bietet sich ebenfalls an. Alles in sich gute Anwendungen welche jedoch mein Ziel eines „leichten, einfachen und schnellen Bildbetrachters“ analog der alten Windows Foto Viewer Anwendung aus unterschiedlichen Gründen verfehlen.

ImageGlass

Hängengeblieben bin ich bei der kostenlosen Anwendung ImageGlass welche ursprünglich als Codeplex-Projekt gestartet ist und inzwischen auf Github umgesiedelt hat.

2015-08-04 20_06_06

ImageGlass ist das was ich gesucht habe. Schnell, einfach und bei Bedarf durch „Extensions“ erweiterbar. Zudem stehen diverse Sprachpakete zur Verfügung.

Ob ich auf Dauer bei ImageGlass bleibe ist noch offen. Derzeit ist es jedoch die Anwendung, welche meine Anforderungen am besten abdeckt.

Natürlich lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Falls du also eine bessere Alternative hast, ab in die Kommentare damit. :)


GodMode auch in Windows 10 möglich!

Alle Einstellungen an einem Platz!

Eine durchaus praktische Funktion (wenn auch nicht offiziell kommuniziert) gibt es auch in Windows 10! Den sogenannten GodMode-Ordner.

Seit Windows 8, 8.1 und jetzt auch in Windows 10 sind einige Einstellungen sowohl über die „Metro“-Einstellungen als auch klassisch über die Systemsteuerung erreichbar.

GodMode Ordner

Der GodMode-Ordner bündelt die wichtigsten Einstellungen an zentraler Stelle und bietet sich somit für alle an, welche regelmässig Einstellungen an ihrem System vornehmen.

GodMode-Ordner

GodMode-Ordner einrichten

Die Einrichtung ist durchaus einfach. Dazu muss im Dateiexplorer lediglich an beliebiger Stelle ein neuer Ordner erstellt werden. Wichtig dabei ist dass der Ordnername wie folgt lautet:

GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

Sobald der Ordnername bestätigt ist, erscheint oben aufgezeigtes Icon und der Name „GodMode“ wird angezeigt. Mittels eines Doppelklicks kann der GodMode-Ordner nun geöffnet werden.


Abgelaufene Benutzerkonten automatisch deaktivieren

In Active Directory lassen sich Benutzer mit einem Ablaufdatum versehen (z.B. bei einem Austritt). Somit ist sichergestellt dass sich dieser Benutzer nach Ablauf der Gültigkeitsdauer nicht mehr am System anmelden kann. Ein „abgelaufenes“ Benutzerkonto ist jedoch nicht deaktiviert weshalb auch der graue Pfeil in der Verwaltungskonsole nicht ersichtlich ist.

Mit dem folgenden PowerShell Befehl (als Administrator ausführen) lassen sich alle abgelaufenen Benutzerkonten automatisch deaktivieren:

 


Mit PowerShell Modern Apps unter Windows 8 / 10 entfernen

Kann ja sein, dass ich etwas altmodisch bin! Jedenfalls kann ich mich mit Modern Apps bisher nicht anfreunden. Daher ist nach einer Installation von Windows 8 respektive Windows 10 mein jeweils erster Task die Deinstallation der Modern Apps. Bei Bedarf kann ich sie ja immer wieder neu laden :)

Alle Modern Apps mit einem Befehl entfernen.

Am einfachsten lassen sich die Modern Apps via PowerShell entfernen. Dazu öffnet man die PowerShell Konsole als Administrator und führt den nachfolgenden Befehl aus.

Dieser PowerShell Befehl entfernt alle Modern Apps für den aktuell eingeloggten Benutzer:

Dieser PowerShell Befehl entfernt die ModernApps für alle Benutzer auf dem lokalen System:

Alle Modern Apps mit einem befehl wieder hinzufügen (registrieren)

Mit dem folgenden Befehl können alle lokal verfügbaren Modern Apps wieder hinzugefügt (registriert) werden:


Good to know: Direkter TRIM Support in OS X für Dritt-SSD’s

Windows aktiviert TRIM bereits seit Windows 7 automatisch für alle SSDs. Bei Apple wird TRIM im Standard nur für die originalen Apple-SSD’s (jedenfalls diejenigen mit welcher dr Apple ausgeliefert wird) aktiviert.

Endlich geht auch Apple mit der Zeit und erlaubt ab OS X Release 10.10.4 die Aktivierung der TRIM Funktion auch für Nicht-Apple-OEM SSDs – z.B. Samsung SSD’s. Da Apple selbst nicht garantieren kann / will dass der TRIM Support auch sauber mit den jeweiligen SSDs funktioniert ist das ganze Prozedere natürlich *unsupported*. Somit ist es jedem selbst überlassen ob die TRIM Funktion aktiviert ist oder nicht.

TRIM Support aktivieren:

Terminal öffnen und folgenden Befehl ausführen:

Im Anschluss wird das Gerät automatisch neu gestartet und TRIM ist für alle SSDs im System aktiviert.

TRIM Support deaktivieren:

Mehr Informationen zum Thema findet sich im ursprünglichen Artikel auf HowToGeek.

 


Windows Updates integrieren mit DISM

Für die Installation unserer Clients setzen wir auf Baramundi. Die Windows Installationsdateien liegen dabei auf einer Netzwerkfreigabe. Wer schon einmal ein „frisches“ Windows installiert hat versteht warum die Integration von Windows Updates direkt in die Installationsdateien Sinn ergibt. Man spart sich somit einen grossen Teil der lange dauernden Windows-Updates direkt nach der Installation.

Dabei lassen sich Windows Updates (jedenfalls ein grosser Teil davon) mit geringem Aufwand direkt in die Installationsdateien (install.wim) integrieren.

Vorbereitung

Zuerst benötigt man die passenden Update-Dateien (msu Dateien) der einzelnen Windows Updates. An diese gelangt man entweder via WSUS Offline Update oder man besorgt sich die aktuellste Vollversion des entsprechenden WinFuture Update-Packs. In diesem How-To werden die Update-Dateien aus dem WinFuture Update-Pack verwendet.

Zudem wird eine Windows Installations-DVD (in diesem Beispiel Windows 8.1) benötigt.

Nach dem herunterladen des Update-Packs muss dieses zuerst entpackt werden. Am einfachsten klappt das mittels 7-Zip oder einem anderen Packer. Die benötigten Installationsdateien liegen im Ordner „data“ bereit.

Ordnerstruktur

Es empfiehlt sich eine einfache Ordnerstruktur zu verweden. Dieses How-To geht von folgender Ordnerstruktur aus:

Die Windows Installationsdateien liegen unter C:\win8source
Die Updates (Inhalt des „data“ Ordners) liegen unter C:\win8updates
Unter C:\ existiert ein leerer Ordner win8mount (C:\win8mount)

Den Inhalt der Windows Installations-DVD wird nun nach C:\win8source sowie alle Updates aus dem „data“ Ordner werden nach C:\win8updates kopiert.

Updates integrieren

Mit dem nachfolgenden Befehl kann nun überprüft werden, welche Windows-Editionen die kopierten Installationsdateien unterstützen:

Sind verschiedene Versionen in der install.wim vorhanden, werden diese nun ausgegeben:

Nun gilt es das richtige Windows-Image einzubinden. In diesem Fall binden wir das Windows 8.1 Pro Image ein in dem wir den entsprechenden Index (hier 1) angeben:

Nach dem einbinden der WIM-Datei kann nun die eigentliche Integration der Updates beginnen:

Wenn der Integrationsprozess abgeschlossen ist müssen die gemachten Änderungen wieder in die install.wim geschrieben werden. Dies geschieht mit folgendem Befehl:

WICHTIG: Sollen die Updates in alle vorhandenen Windows-Versionen integriert werden (hier im Beispiel „Windows 8.1“ sowie „Windows 8.1 Pro“), so muss der Vorgang für jede Version einzeln ausgeführt werden. Das korrekte Image lässt sich durch den /index: Parameter des /mount-wim Befehls auswählen.

Installation starten

Die Installation des Betriebssystems kann nun unter Verwendung des aktualisierten install.wim Images gestartet werden. Das entsprechend installierte System verfügt somit direkt über die aktuellsten Updates. Trotzdem empfiehlt es sich natürlich, nach der Installation des Geräts nochmals ein Windows Update Durchgang zu starten. Die dafür notwendige Zeit verkürzt sich aber enorm da nicht mehr über 100 Updates eingespielt werden müssen sondern lediglich die in der Zwischenzeit neu erschienenen Updates.